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Eine wichtige Voraussetzung für das Violoncellospiel ist die richtige Haltung. Sie dient dazu, dass der Körper sich frei von Verspannungen ganz auf die Bedienung des Instrumentes einstellen kann. Gelingt dies, so ist das Ergebnis nicht nur eine optimale Geläufigkeit der Finger, sondern es wird auch möglich, feinste Nuancen in der Bedienung des Instrumentes zu spüren und kleinste musikalische Details auf es zu übertragen. Um ein ganz beseeltes Spiel zu erreichen, müssen die mechanischen Anforderungen des Instrumentes so beherrscht, seine haltungsmäßigen Probleme so gelöst sein, dass das Ohr als übergeordnete Struktur die Führung auch über das motorische, die Bewegungen steuernde Nervensystem übernehmen kann, um als Ergebnis im musikalischen Ausdruck zu feinsten Nuancen befähigt zu sein. Auf der Ebene des Hörens sind die Spannungsunterschiede ungleich feiner, aber auch ungleich genauer als auf der motorischen Ebene. Langfristig müssen also die Haltung und alle daraus resultierenden Bewegungsabläufe so erarbeitet werden, dass keine motorischen Blockaden entstehen können und im Gegenzug jede Möglichkeit genutzt werden kann, motorisches und vegetatives Nervensystem zu verknüpfen. Die Aufgabe des Lehrers besteht darin, die Grundlagen für die kleinsten Bewegungseinheiten, die später ins Unbewusste abgleiten müssen, richtig zu legen, diese Bewegungsabläufe zu immer größeren Einheiten zusammenzufassen, ihr Ineinandergreifen zu optimieren und beim Schüler ein Bewusstsein für das steuernde Hören zu wecken. Auch zunächst dem Instrument ferner liegend erscheinende Komponenten wie der Atem, die Stellung der Beine und Füße, die Höhe des Stuhles, der Anlegwinkel des Instrumentes, die Platzierung des Notenständers und und und.......können eine hindernde oder fördernde Rolle spielen. Dabei kommt z.B. der Art und Weise des Atmens eine große Bedeutung zu, da der Atem einen unmittelbaren Zugang zu musikalischem Gefühl und hörender Steuerung schaffen kann. Interessant sind an dieser Stelle übrigens auch die Auswirkungen auf die Anti-Stress Arbeit (Stichwort Lampenfieber) ! Auf musikalisch-stilistischer Ebene kommt es durch die Arbeit mit dem Atem und den zusammenfassenden Bögen des hörenden Steuerns der Bewegungsabläufe zu einer erstaunlichen Befreiung der eigentlich vorhandenen Ideenfülle eines jeden Schülers. Eine bruchlose Verschmelzung persönlicher Auffassung mit stilistischen und konventionellen Anforderungen wird auf dieser Ebene möglich.
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